Tod einer Königskerze

Als von – unverständlicherweise nur von mir – anerkannter Experte der heimischen Botanik ist mir eine Geschichte nicht mehr aus dem Schafskopf gegangen, die sich unweit meines unmittelbaren Wirkungskreises in diesem Frühsommer zugetragen hatte. Und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten:

Schönheit mit gelbem Kopfputz

Fest verwurzelt und majestätisch hochgewachsen wachte sie jahrelang zwischen Straße und Koppel über das kleine Dorf. Seine Bewohner erfreuten sich an ihrer Schönheit und Anmut, besonders im Sommer, wenn sie ihren üppigen, gelbblütigen Kopfschmuck erhaben gen Himmel reckte und sowohl zwei- als auch vierbeinige Dörfler gleichsam still wie freundlich grüßte.

Hochgewachsen und kerzengerade wachte die schwarze Königskerze über die Dörfler, bis ...
In ihrer gelbblütigen Pracht erfreute die schwarze Königskerze (Quelle: pixabay) die zwei- und vierbeinigen Dörfler, bis …

An ihrem angestammten Platz fühlte sie sich wohl und aufgehoben – nicht zuletzt wegen der treuen Gesellschaft von Glockenblumen und Zwergponys. Ein dorfbekannter Individualist und seines Zeichens Tier- und Pflanzenliebhaber meinte es besonders gut mit ihr, bedachte er sie doch regelmäßig mit Kalkstreu, wenn ihr der Boden offensichtlich zu sauer wurde. „Tod einer Königskerze“ weiterlesen

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